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St. Albertus-Magnus

Die Steiner Albertus-Magnus-Gemeinde gehört zu den relativ „jungen“ katholischen Pfarrgemeinden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie als Filialkirchengemeinde aus  der Pfarrei St. Walburga in Eibach hervor. Maßgeblich für das starke Anwachsen der katholischen Bevölkerung im Raum Nürnberg war besonders der Zustrom der Heimatvertriebenen.
1951 wurde am Ort der heutigen Pfarrkirche ein erstes Gotteshaus errichtet, das bereits den Namen des heiligen Albertus Magnus, eines der größten Gelehrten des Mittelalters, erhielt.

Ein wichtiges Jahr für die Steiner Katholiken war 1957: In diesem Jahr wurde der Kindergarten fertig gestellt, fünf Mitglieder aus der Kongregation der Berliner Marienschwestern nahmen ihren Dienst in der Gemeinde auf und am Weihnachtstag wurde schließlich die sogenannte „Kuratie Stein“ zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

Unter den beiden Pfarrern Joseph Pfeiffer (1956-1968) und Veit Funk (1968-1998) entfaltete sich die Pfarrei immer mehr, was unter anderem in einer regen Bautätigkeit zum Ausdruck kam: Der Kindergarten wurde erweitert. Es entstand ein modernes Pfarrzentrum mit einem großen Saal, einer Kegelbahn und mehreren Gruppenräumen. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu wurde vom Caritas-Verband ein Senioren- und Pflegeheim mit etwa 90 Plätzen errichtet. Und auch die Pfarrkirche, die inzwischen in ihrer Bausubstanz schwere Schäden aufwies, musste abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, der am 16. Juli 1989 durch den damaligen Eichstätter Bischof Dr. Karl Braun geweiht wurde. In den 90er Jahren schließlich wurde für die Sozialstation ein eigenes Gebäude errichtet und der Kindergarten generalsaniert.

Nach und nach ist mitten in Stein also ein Ensemble entstanden, das sich sehen lassen kann. Den nicht nur räumlichen Mittelpunkt bildet dabei die von vielen geschätzte Pfarrkirche, in der sich die Gemeindemitglieder zum Gottesdienst und zum Gebet versammeln. Zur Steiner Albertus-Magnus-Gemeinde, deren räumliche Ausdehnung mit der der Stadt Stein ziemlich genau übereinstimmt, gehören zur Zeit etwa 3.900 katholische Christen.

Charakteristisch für unsere Pfarrgemeinde ist ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement zahlreicher Gemeindemitglieder, außerdem eine ausgeprägtes soziale Ausrichtung, die sich nicht zuletzt in Einrichtungen wie unserem Kindergarten, der Caritas-Sozialstation und dem Seniorenheim St. Albertus Magnus niederschlägt.

Wichtig ist uns außerdem die enge ökumenische Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Stein, die Weitergabe des christlichen Glaubens an die junge Generation sowie die Schaffung von Räumen der Begegnung“. Letzteres ist in einer Zeit, in der Anonymität und Vereinsamung zunehmen, ein nicht immer leichtes, aber umso wichtigeres Unterfangen.
Beauftragt und motiviert dazu sehen wir uns durch den, der seinen Freunden verheißen hat: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20)


Pfarrer Janusz Stanczak

Bileam

„Wer kennt schon Bileam?“ fragte im Januar 1998 Pfarrer Funk seine Gemeinde St. Albertus Magnus, als eine Holzskulptur des Propheten für die Kirche geplant wurde. Der ausführende Holzbildhauer, Corbinian Böhm aus Tutzing-Traubing (geb. 1966 in München), schuf sie als Ergänzung zu seinen Krippenfiguren, die er zu Weihnachten 1996 in der Kirche aufstellen konnte. Bileams Wort „Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe: Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel“ (Num. 24,17) macht ihn zum prophetischen Zeugen für den kommenden Messias, dessen Stern über Betlehem aufgegangen ist. In der Skulptur von Corbinian Böhm blickt Bileam auf zum goldenen Stern, der über ihm steht.

Bileam stammte aus Mesopotamien, war also ein Vertreter außerisraelischen Prophetentums. Ihn hatte Balak, der König von Moab, gegen reiche Belohnung beauftragt, das Volk Israel zu verfluchen. Bileam ist bereit, den Auftrag des Königs – gegen den Willen Gottes – zu erfüllen und reitet auf seiner Eselin nach Moab. Dreimal stellt sich ihm der Engel des Herrn in den Weg und dreimal ist Bileam blind für das Zeichen Gottes. Die Eselin aber erkennt den Engel; sie versucht, einen anderen Weg einzuschlagen, wird aber von Bileam in die von ihm geplante Richtung zurück geprügelt. Schließlich geht die Eselin in die Knie und weigert sich, weiter zu gehen. Als Bileam wütend auf das Tier einschlägt, beginnt die Eselin mit ihm zu sprechen. Sie erinnert den Propheten daran, dass sie schon lange sein Reittier ist und ihm noch nie Anlass zur Unzufriedenheit gegeben hat. Nun werden Bileam die Augen geöffnet, er fällt vor dem Engel nieder und berührt mit seinem Gesicht den Boden.
Die unvernünftige Kreatur ist in dieser biblischen Erzählung hellsichtiger und mit wacherem Gespür ausgestattet als der vernunftbegabte Mensch, der stur seinen Plan zu verwirklichen sucht. Ist manchmal nicht auch die Sprache des menschlichen Körpers (Franz v. Assisi nennt ihn „Bruder Esel“) wahrer und klüger als die Sprache seines Verstandes?
Bileam ist bereit, sich von seiner Eselin die Wahrheit sagen zu lassen. Er hört auf die Weisung Gottes und weigert sich trotz des intensiven Bemühens des Königs von Moab, gegen Israel einen Fluch auszusprechen. Der Fluch wandelt sich in Segen. Statt Vernichtung und Tod verheißt Bileam dem Volk Israel Heil und Leben.

Corbinian Böhm zeigt Bileam in dem Augenblick, als die Eselin ihn anspricht. Bileam lässt den Stock sinken, mit dem er eben noch das Reittier gezüchtigt hat. Sein Gesicht und seine Augen sind auf den Stern gerichtet, der seine ganze Aufmerksamkeit anzieht. Den Engel hat der Künstler nicht dargestellt, aber eine goldene Feder bleibt auf dem Boden zurück wie eine Spur göttlichen Wirkens.

Schon frühzeitig hat die Christenheit die Bedeutung Bileams für die Heilsgeschichte erkennt. Auf einer der ältesten Mariendarstellungen (Fresko aus der Katakombe der hl. Priscilla, Rom, Anfang des 3. Jahrhunderts) finden wir die Gottesmutter, deren Kind sich an ihre Brust schmiegt. Als von Gottes Geist erfüllter Partner tritt der Prophet Bileam ihr zur Seite. Er reitet auf der Eselin und verweist mit der Hand auf den Stern, der aus Jakob, dem Stammvater des Volkes Israel, hervorgeht, also auf Jesus Christus als den Messias und Heiland.


Herrmann-Schmidt Agathe (Anette)

Die Osterbotschaft auf dem Portal unserer Kirche

Vom Kirchplatz aus fällt Besuchern unserer Kirche sofort das große Bronzeportal ins Auge. Es stellt das Kreuz als „Baum des Lebens“ dem Baum des Paradieses entgegen, von dem das Unheil des Menschen seinen Anfang nahm. Die  Innenseiten  des  Portals  werden  meistens  kaum beachtet.  Sie  setzen  die  heilsgeschichtliche Botschaft der Außenseite fort: Christus, nach der Auferstehung  „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ (Credo), um die zu erretten, die von Anfang der Schöpfung auf die Erlösung warten. Der lebenbringende Auferstandene, „der Erstgeborene von den Toten“ (Kol. 1,18) befreit den Stammvater Adam und mit  ihm Eva  und  das  ganze  Menschengeschlecht.  Der  eingeritzte  Text  aus  dem Römerbrief „Durch die Schuld des Einen herrschte der Tod“ (Röm. 5,17) macht deutlich, dass der Mensch aus eigener Kraft nicht erlöst werden kann. Der auferstandene Christus steigt als Erlöser hinab „in dasReich des Todes“, begleitet von einem Engel als Zeugen. Er reicht Adam, der mit Eva auf einem Grab kniend dem auf sie zuschreitenden Auferstandenen zugewandt ist, seine Rechte und damit die Frucht seiner Auferstehung.

Renovierung der Sandtner-Orgel

Die am 21. April 1991 geweihte Orgel, die bei unzähligen Gottesdiensten "zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Menschen" beigetragen hat,  muss nun - trotz der regelmäßigen Wartung - renoviert werden. Diese Generalüberholung ist sehr zeit- und arbeitsaufwändig, weshalb sich der erste grobe Kostenvoranschlag auf rund 22.000 Euro beläuft, die die Gemeinde fast ausschließlich selber aufbringen muss.

Viele Spender haben bereits einen soliden Grundstock gelegt, so dass wir zuversichtlich sind, dass die Maßnahme wie geplant an Ostern 2016 abgeschlossen werden kann und Sie die Orgel bei einem Wiedereinweihungskonzert in neuem Glanz hören können.Wir freuen uns deshalb über jede Spende, die Sie in den linken Opferstock legen oder - wenn Sie eine Spendenquittung wünschen - auf folgendes Konto einzahlen können, und bedanken uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung. Spende Orgelsanierung IBAN DE96 7625 0000 0009 9934 86
BIC BYLADEM1SFU Sparkasse Fürth

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Stein

Samstag 16.30 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Sonntag 10.00 Uhr 
Dienstag 10.00 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Donnerstag 18.00 Uhr 
Freitag 17.00 Uhr in der Kapelle der Seniorenwohnanlage St. Michael

Beichtgelegenheit in der Pfarrei Stein

Samstag 15.30 bis 16 Uhr