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Janusz Stanczak Sein Weg zu uns nach Stein – und weiter nach Delitsch

 

 

Unser Pfarrer, Janusz Stanczak, wurde geboren im November 1972 in Lowicz, einer kleinen polnischen Bischofsstadt bei Lodz; ab dem 7. Lebensjahr wuchs er auf in Gleiwitz (Gliwice) und verbrachte dort auch seine Jugendjahre.

Gleiwitz wurde seine Heimat. Wann immer er in Stein ein paar freie Tage hat – oder sie sich mühsam freischaufeln muss – fährt er nach Gleiwitz zu seiner Familie.

 

Nach dem Abitur trat er ein in das Priesterseminar in Neisse. 5 Jahre lang studierte und lebte er im Priesterseminar bis zum Abschluss als Magister theol u. phil. an der Universität in Oppeln (Opole). Dann machte er eine lange Pause vom üblichen direkten Weg zum Priestertum – eine Pause zur Selbstprüfung, zum Nachdenken, zum Klarwerden über den richtigen Lebensweg, zum Reifenlassen einer endgültigen Entscheidung. In diesen 5 Jahren arbeitete er als Religionslehrer an einem Gymnasium in Gleiwitz und in einigen anderen Berufen - auch solchen, die kräftiges Zupacken erforderten.

 

2002 fiel seine Entscheidung, der Berufung zum Priestertum zu folgen und den Weg zur Priesterweihe zu gehen. Der Priestermangel in Deutschland motivierte ihn dazu, für die Diözese Eichstätt zu arbeiten. Im November 2002 kam er ins Priesterseminar nach Eichstätt und lernte zunächst eifrig Deutsch, um hier die nötigen Prüfungen zu bestehen. Zwei Jahre lang bereitete er sich in Eichstätt auf die Priesterweihe vor.

2004 sprang er „ins kalte Wasser“ als er den Pastoralkurs in der Oberpfälzer Gemeinde St. Willibald in Deining antrat, wo er bis zu seiner Priesterweihe seinen Dienst tat. Ob das Deutsch, das er im Priesterseminar gelernt hat, ausreichte, um die Menschen in der „tiefen Oberpfalz“ immer zu verstehen??  Der „Deiniger Anzeiger“ schrieb später, anlässlich der Priesterweihe von Janusz Stanczak, dass ihm „unser Oberpfälzer-Deutsch manchmal Schwierigkeiten macht“, aber dass dies seiner Beliebtheit bei der Jugend keinen Abbruch tut.

 

Während des Pastoralkurses, im Juni 2005, wurde Janusz Stanczak zusammen mit weiteren neun Priesteramtskandidaten in der Schutzengelkirche in Eichstätt zum Diakon geweht. Als Diakon in Deining war er schon beauftragt, zu predigen, die Taufe zu spenden sowie den kirchlichen Feiern der Trauung und des Begräbnisses vorzustehen.

Endlich am 6. Mai 2006 war es so weit – feierliche Priesterweihe im Dom zu Eichstätt durch den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Zusammen mit Janusz Stanczak wurde auch der neue Pfarrer unserer Seelsorgeeinheit, Tobias Scholz, zum Priester geweiht.

 

Für den Neupriester Stanczak kam jetzt erst einmal die übliche „Lehrzeit“ in verschiedenen Pfarreien: zunächst als Urlaubsvertretung in Heideck, dann 1 Jahr als Kaplan in Wendelstein und 2 Jahre als Kaplan in Nürnberg Reichelsdorf.

 

Zum 1. September 2009 wurde Kaplan Stanczak, nach dem Weggang von Pfarrer Neumair nach Ingolstadt, zum Pfarrvikar unserer Pfarrei St. Albertus Magnus in Stein ernannt. Die offizielle Amtseinführung am 4. Oktober leitete Dekan Pappenheimer, der erst vor wenigen Tagen, im Juni 2016, gestorben ist.

Im November 2011 wurde Pfarrvikar Stanczak zum Pfarradministrator ernannt und zwei Jahre später, im Oktober 2013, schließlich zum Stadtpfarrer der kath. Pfarrgemeinde St. Albertus Magnus in Stein.

 

Genau auf den Tag nach 7 Jahren verlässt Pfarrer Stanczak nun Stein, um als Militärseelsorger in Delitsch bei Leipzig eine neue, sicher herausfordernde Seelsorgestelle anzutreten.

 

Nur ungern lassen wir ihn ziehen! Er hat in den vergangenen 7 Jahren die Gemeinde geprägt. Er war vielen Menschen Wegweiser und Begleiter auf ihrem Weg in der Nachfolge Christi, war immer bereit, Menschen in Freud und Leid zuzuhören und ihnen beizustehen, hatte für alle ein gutes Wort und ein aufmunterndes Lächeln. Manche Situation entschärfte er auch durch seinen feinen Humor. Der „besondere Draht“ zu den Kindern, den ihm schon die Deiniger bestätigten, war auch spürbar in unserer Pfarrei – ganz besonders lagen ihm „seine Ministranten“ am Herzen.

Wir können ihm nur danken und ihm für seinen neuen Dienst und für alle Wege, die Gott ihn noch führen wird, alles Gute wünschen.

„Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, lieber Pfarrer Stanczak!“

 

 

Ein Nachtrag: Sprachen lernen heißt Menschen kennen lernen!

 

Bei den Oberpfälzern war die sprachliche Verständigung für den pastoralen Mitarbeiter aus Polen manchmal schwierig. Und wie war es bei den Franken? Na ja, das war schon deutlich leichter und inzwischen ist unserem Pfarrer der eine oder andere fränkische Ausdruck geläufiger als manch anderen „Zugereisten“.

Von Pfarrei zu Pfarrei wurde es entspannter – der deutsche Sprachschatz wuchs rasant an. Pfarrer Stanczak spricht heute nicht nur ein nahezu fehlerfreies Deutsch, er hat sogar sichtlich Freude an Feinheiten und auch Doppeldeutigkeiten der deutschen Sprache und kann herrlich Komiker (und Fußballtrainer) aus dem deutschen Fernsehprogramm imitieren.

In Delitsch und Leipzig wird er in Gesprächen mit Nachbarn und bei Begegnungen auf der Straße mit dem Sächsischen vertraut werden – und so wie wir ihn kennen, wird er den Tonfall bald drauf haben.

Bei den Soldaten schließlich kann er sein Repertoire an deutschen Dialekten vervollständigen, kommen sie doch aus allen Bundesländern in die Kommandokaserne in Leipzig.

Die Chance, polyglott zu werden!  

 

 

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Stein

Samstag 16.30 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Sonntag 10.00 Uhr 
Dienstag 10.00 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Donnerstag 18.00 Uhr 
Freitag 17.00 Uhr in der Kapelle der Seniorenwohnanlage St. Michael

Beichtgelegenheit in der Pfarrei Stein

Samstag 15.30 bis 16 Uhr