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"Das WIR ist die Endgestalt der Kirche": Feier der Installation von Pfarrer Tobias Scholz und der Beauftragung des Pastoralteams

In einem eindrucksvollen Gottesdienst und unter großer Beteiligung von Gemeindemitgliedern und Gästen wurden am Sonntag, 30. Oktober, in der Kirche Maria am Hauch die Installation von Pfarrer Tobias Scholz sowie die Beauftragung des Pastoralteams begangen.
Den Kirchenzug führten über 40 Ministranten aus den drei Pfarreien des Pastoralen Raums Nürnberg-Südwest an. Auch Minis aus Rednitzhembach/Schwanstetten sowie Fahnenabordnungen der dortigen Kolpingfamilien und Pfadfinder erwiesen ihrem früheren Pfarrer die Ehre. Vor der Kirchentür brachten Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Maria am Hauch dem Pastoralteam ein Ständchen und forderten es zum Mitsingen und Mitmachen auf: "… weil Jesus zu euch kam, euch in die Arme nahm, seid ihr von innen, außen, oben, unten glücklich alle Zeit!" So eingestimmt, konnte der festliche Gottesdienst beginnen.

Ab 1. September 2016: EIN Pfarrer für DREI Pfarreien

 

Pfr. Tobias Scholz beginnt seinen Dienst im "Pastoralen Raum Nürnberg Süd-West"

 

Liebe Mitchristen!

Zum Beginn des neuen Schuljahres hat mich unser Bischof zum leitenden Pfarrer der Pfarreien Eibach/St. Walburga, Röthenbach/Maria am Hauch und Stein/St. Albertus Magnus ernannt.

 

Um Ihnen einen kleinen Eindruck zu vermitteln, wer denn "der Neue" ist, darf ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Tobias Scholz, ich bin 37 Jahre alt und stamme aus Ingolstadt-Oberhaunstadt. Nach der Kindergarten- und Grundschulzeit konnte ich das musische Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt besuchen, das ich 1998 mit dem Abitur verließ.

Von Kindesbeinen an hat mich das kirchliche Leben begleitet: (Ober-) Ministrant, Organist, Mesner. Schon früh habe ich daher überlegt, vielleicht einmal Priester zu werden. So habe ich nach dem Zivildienst als Krankenpfleger im Klinikum Ingolstadt in Eichstätt und Benediktbeuern Theologie studiert. Nach dem Pastoralpraktikum in Abenberg und der Priesterweihe 2006 war ich Kaplan in Abenberg, Pleinfeld / St. Veit / Stirn / Walting, in der Dompfarrei sowie der Pfarrei St. Walburg in Eichstätt und Pfarrvikar in Roßtal. Die letzten sechs Jahre war ich Pfarrer der Pfarrei Rednitzhembach; fünf Jahre lang habe ich die Seelsorgeeinheit Schwabach geleitet.

Nun geht es weiter nach Eibach, Röthenbach und Stein. Sehr froh bin ich, dass mein treuer Begleiter, mein Zwergpudel Nicki, und meine Pfarrhaushälterin Birgit Wechsler mit ins Pfarrhaus in Eibach einziehen werden. Und auch mein bisheriger Nachbarpfarrer und Dekan, Domkapituar Alois Ehrl, wird seinen Ruhestand hier in unserem Pastoralen Raum verbringen.

Wenn ich an die neue Aufgabe denke, habe ich ein Bild aus meinen Sommerurlauben in Südtirol im Blick. Vor mir ist ein großer Berg: ein Berg aus fremden und eigenen Ansprüchen, aus Ihren und meinen Wünschen, aus Sätzen wie "so war es schon immer" oder "früher war es besser", ein Berg aus Veränderungen, Verantwortung, Bürokratie und offenen Fragen.

Gott sei Dank bin ich bei dieser 'Bergtour' nicht alleine unterwegs, sondern kann mit einem großen Pastoralteam an meiner Seite vorangehen, und auch mit Ihnen zusammen, liebe Brüder und Schwestern. So, wie beim Bergsteigen die Bergkameraden manchmal verbunden sind mit einem Seil, sind auch wir alle miteinander verbunden: durch unseren christlichen Glauben, der Halt und Hoffnung schenkt. Jeder von uns kann in unserer Weggemeinschaft das einbringen, was er gut kann, seine Berufung, seine Fähigkeiten, sein Gebet und vor allem Zeit für die Gemeinschaft. Dadurch gewinnen wir alle, und kommen gut voran. So, wie oben auf dem Berggipfel meist ein Kreuz steht, geht auch unser miteinander-Unterwegssein nicht blindlings irgendwohin, sondern hat ein Ziel und einen Grund: Jesus Christus. Auf dieses gemeinsame Unterwegssein mit Ihnen freue ich mich!

Bitten wir die Gottesmutter Maria, die Mutter der Barmherzigkeit, dass sie unsere Weggemeinschaft mit ihrem mütterlichen Schutz und Segen begleite. Beten wir füreinander!

Herzliche Segensgrüße,

Ihr Pfarrer Tobias Scholz

Ihre Pfarrei verliert einen Pfarrer - aber sie gewinnt ein großes Team!

Pastorale Mitarbeiter/innen stellen sich den Gemeinden vor. Durchaus ein bisschen neugierig kamen die Gläubigen aus den drei Pfarreien St. Albertus Magnus, Maria am Hauch und St. Walburga in die Gottesdienste dieses Wochenendes, stellte sich doch das neue Pastoralteam im Rahmen der Eucharistiefeier vor. Pfarrer Tobias Scholz (am Sonntag wegen Erkrankung vertreten durch Diakon Michael Sporrer) griff in seiner Predigt drei Begriffe aus der Welt der Berge auf: die Wanderstiefel, das Kletter- oder Sicherungsseil und die Brotzeit. Miteinander unterwegs seien die Mitglieder der drei Pfarreien, angewiesen auf und verbunden durch den gemeinsamen Glauben, der ihnen Halt gibt. - Die Verbindung untereinander symbolisierte ein langes Seil, an dem sich die Mitarbeiter/innen nach einigen Vorstellungsworten "festmachten". Damit nicht genug: das Seil schaffte auch eine Verbindung zu den Menschen in den Gemeinden und machte klar, dass das Mitarbeiterteam angewiesen ist auf viele, die "zupacken". - Die Hostienschale verwies schließlich auf Jesus Christus im Zeichen des Brotes, der das Volk Gottes unterwegs stärkt und nährt.   

"Wer ist der Neue? Wie tickt der Neue?"

Pfarrliche Gremien lernen Pfarrer Tobias Scholz kennen

Pfarrer Tobias Scholz, ab September Leiter der drei Pfarreien Maria am Hauch, St. Albertus Magnus und St. Walburga, lud am 1. Juni sämliche Kirchenverwaltungsmitglieder, Pfarrgemeinderäte und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen aus Röthenbach, Eibach und Stein zu einem ersten Treffen ein.

Unter dem Motto "Wer ist der Neue? Wie tickt der Neue?" erzählte er von markanten Stationen seines Lebens und Wirkens und zeigte Fotos dazu. Bei der Unterschiedlichkeit der Wünsche und Erwartungen an den neuen Pfarrer bat er darum, ihn nicht als "Superman" oder "Mr. Perfect" zu sehen. Vielmehr gebiete es die neue Situation, Schwerpunkte zu setzen und sich vom Bild des "allzuständigen" Pfarrers zu verabschieden. Er sehe sich gemeinsam mit seinem großen Mitarbeiterteam in der Leitungsverantwortung.

Für das Zusammenleben und -wirken der drei Pfarreien fand er ein anschauliches Bild in den "Drei Zinnen". Wie diese markante Gebirgsfomation in den Dolomiten seien die drei Pfarreien ein Stück weit eigenständig - und doch verbinde sie ein gemeinsames Fundament: der Glaube.

Bildnachweis für Foto: "Drei Zinnen":
www.suedtirolerland.it/images/cms/754x435/C-P8140198-drei-zinnen-sexten_ED.jpg

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Stein

Samstag 16.30 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Sonntag 10.00 Uhr 
Dienstag 10.00 Uhr im Caritas-Seniorenheim St. Albertus Magnus
Donnerstag 18.00 Uhr 
Freitag 17.00 Uhr in der Kapelle der Seniorenwohnanlage St. Michael

Beichtgelegenheit in der Pfarrei Stein

Samstag 15.30 bis 16 Uhr